Empfehlungen für Radwege für die Grüne/ÖDP-Fraktion im Heidenheimer Gemeinderat
Der ADFC und der VCD übergaben ihre Empfehlungen für Radwegverbindungen auf der Friedrich-Pfennig-Straße und der Schlossshaustraße an die Gemeinderatsfraktion.

Johannes Metzger, Hans-Martin Hartmann (beide ADFC) und Sebastian Heyneck (VCD) erläuterten die Pläne. Sie halten Radwegverbindungen auf der Friedrich-Pfennig-Straße und zum Schlossberg für notwendig, einerseits um die westlichen Stadtteile Heidenheims mit den Schulen auf dem Berg und der Aquarena zu verbinden, andererseits um überhaupt einen komfortablen Weg auf den Schlossberg für das umweltfreundlichste Verkehrsmittel zu schaffen.
Unter Berücksichtigung der ERA-Empfehlungen und der vorhandenen Straßenbreite ist ein 2,25 Meter breiter Radfahrstreifen bergaufwärts auf der Friedrich-Pfennig-Straße machbar, so die Verfasser. Abwärts brauche es dagegen keinen. Ein solcher sei sogar gefährlich. Als Einstieg aus Richtung Heckentalkreuzung könne ab der Rückertstraße, wo der Radschutzstreifen endet, die Anliegerstraße benutzt werden, anschließend ein Fußweg, der als Geh- und Radweg angepasst werden soll. Etwa auf Höhe der Georg-Beutler-Straße soll eine Einfädelspur geschaffen werden, die einen flüssigen Übergang zum abmarkierten Radfahrstreifen bildet. Noch etwas ist den langjährigen Alltagsradlern wichtig: der Verzicht auf eine Mittelmarkierung (Leitlinie). Dies gilt als sicherer, weil sich Kraftfahrzeuglenker*innen dann eher am geltenden Sicherheitsabstand als an der Mittelmarkierung orientieren.
Auch auf der Schlosshaustraße können sich die Autoren einen gleich breiten Radfahrstreifen vorstellen. Da diese Straße aber an der schmalsten Stelle rund 0,75 Meter schmaler ist, müsse stellenweise in die bergseitige Böschung eingegriffen werden. Als Alternative käme der Ausbau des oberhalb der Straße verlaufenden Schotterwegs als Geh- und Radweg in Frage. Dieser ist schon jetzt nutzbar über einen Stichweg in Verlängerung der Eichertstraße. Die Anfahrt aus Westen führt dann über die Talstraße, Hellensteinstraße und aus der Stadtmitte über die untere Schlossstraße. Allerdings sind die letzten ca. 50 Meter vor der Einmündung in den Parkplatz des Naturtheaters derart steil, dass sie nicht als Radweg in Frage kommen. Man könne die Steilheit im oberen Bereich abmildern durch eine Schleife, die oberhalb des Kreisverkehrs auf Höhe des CC-Parkhauses in den Fußweg mündet. Darüber hinaus ließe sich der Weg schon im unteren Bereich der Schlosshaustraße anbinden. Dadurch wird die Überquerung der immer stärker befahrenen Schlosshaustraße für Radler, die aus Westen kommen, überflüssig. Im Zick-Zack würde dieses untere Teilstück dann die Höhe bis zum Schotterweg überwinden. Sinnvoll wäre im gleichen Zug die Asphaltierung.
Beide Radwege dienten im Übrigen der Sicherheit von Radfahrenden, bzw. überhaupt dazu, dass Rad gefahren werden kann auf den beiden Straßen, die mehr und mehr als Umfahrung des Stadtzentrums genutzt werden, sagen ADFC und VCD.
Oben rechts bzw. unten (Smartphone) finden Sie die Originalfassung der Empfehlungen sowie die Skizze einer Alternative zu einem Radfahrstreifen auf den Schlossberg.