Demonstration für Radweg zwischen B19 und Großkuchen
PRESSEMITTEILUNG DES ADFC HEIDENHEIM
ADFC und Politik fordern schnellen Baubeginn – Ein starkes Signal für die Verkehrswende in der Region

Am vergangenen Sonntag demonstrierten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für den seit Langem überfälligen Bau eines sicheren, durchgängigen Radwegs an der Kreisstraße zwischen der B19 und Großkuchen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Heidenheim wertet die erfolgreiche Aktion als klaren Handlungsauftrag an den Gemeinderat, den Kreistag und das Land.
Auf der ansonsten stark durch Schwerlastverkehr belasteten Strecke machten die Teilnehmenden deutlich, dass ein Aufschub nicht länger akzeptabel ist. Barbara Meier, Co-Vorsitzende des ADFC Heidenheim, appellierte bei der Auftaktkundgebung direkt an die politischen Entscheidungsträger: „Wir brauchen dringend einen sicheren, durchgängigen Radweg, einen zügigen Baubeginn und die Bereitstellung der notwendigen Finanzmittel in den kommunalen Haushalten für 2027.“ Wer Klimaschutz und gleichwertige Lebensverhältnisse ernst meine, müsse jetzt handeln.
Breite Unterstützung aus der Landespolitik
Der Einladung zur Kundgebung folgten auch Vertreter der Landespolitik. Der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Kolb betonte, dass das Befahren von Landstraßen ohne Radweg heute im Vergleich zu seiner Jugend nicht mehr denkbar sei. Kolb vertrat den klaren Standpunkt, dass an jede Kreis-, Landes- und Bundesstraße ein Radweg gehöre, und versprach, sich konkret für den Radweg im Waibertal einzusetzen.
Die anwesende Landtagsabgeordnete der Grünen unterstrich die Dringlichkeit aus Sicht von Familien. Aus eigener Erfahrung mit einer kleinen Tochter im Fahrradanhänger wisse sie, dass viele aktuelle Wege ungeeignet seien. Bezüglich der Finanzierung forderte sie ein Umdenken: Angesichts der Klimakrise müsse man die Prioritäten in der Haushaltspolitik gegebenenfalls anders setzen.
Ortschaftsrat fordert fairen Ausgleich für Belastungen
In einer gemeinsamen Rede hoben die (ehemaligen) Ortschaftsräte Tobias Hafner, Frank Rebmann und Carmen Schwenk die fundamentale Bedeutung des Projekts für Großkuchen hervor. Schwenk verdeutlichte, dass es sich hierbei nicht um ein beliebiges Infrastrukturprojekt handle, sondern um Verkehrssicherheit, die Anbindung an das Radnetz und die Zukunftsfähigkeit der Region.
Tobias Hafner verwies auf den massiven Beitrag, den Großkuchen bereits für die Allgemeinheit leiste: von der Akzeptanz von Windkraft- und Photovoltaikanlagen bis hin zu den täglichen Belastungen durch Steinbrüche und den damit verbundenen Schwerlastverkehr sowie Fahrbahnverschmutzungen. Wer solche Lasten für Klimaschutz und Wirtschaft trage, dürfe beim Ausbau moderner Verkehrswege nicht vergessen werden.
Frank Rebmann stellte abschließend klar, dass die Verkehrswende nur durch konkrete Angebote gelinge: „Menschen steigen nur dann aufs Fahrrad um, wenn die Infrastruktur vorhanden ist. Wer mehr Radverkehr will, muss auch sichere Radwege bauen – nicht gegen das Auto, sondern als zusätzliches Angebot für alle.“
Über den ADFC Heidenheim:
Der ADFC Heidenheim setzt sich für die Interessen von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern in der Region ein. Ziel ist der gezielte Ausbau einer sicheren, komfortablen und klimafreundlichen Radinfrastruktur für Alltag und Freizeit.
Erfahren Sie mehr zum Radweg, indem Sie unten den Flyer aufrufen.